Christiane Berning

Green Office

Rund 17 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland an Büroarbeitsplätzen. Diese gelten unter Umweltgesichtspunkten als unproblematisch. Insgesamt sind die Umweltbelastungen jedoch enorm. Besonders der wachsende Papierverbrauch mit einem neuen Negativ-Rekord von 252,7 kg pro Kopf im Jahr 2006 sollte eine Mahnung sein.

Als Büro- und Administrationspapiere werden in Deutschland schätzungsweise 800.000 Tonnen Papier pro Jahr eingesetzt. Ein damit beladener Güterzug wäre ca. 600 Kilometer lang. Als ein Papierband von 1 Meter Breite könnte die Papiermenge rund 250 mal um den Äquator gelegt werden.

Papier ist aber nicht das Einzige, was in Büros massenweise verwendet wird. In Deutschland werden zudem jährlich schätzungsweise 55 Millionen Tonerpatronen und 8 Millionen Tonerkartuschen verbraucht – und landen überwiegend auf dem Müll. Auch der steigende Energieverbrauch der zunehmend mit IT-Geräten ausgestatteten Büros ist ein großes Problem: Bereits heute entfallen auf Bürogeräte in Deutschland ca. 3 Prozent des gesamten Stromverbrauchs, mit steigender Tendenz. Ressourcenschonendes Verhalten im Büroalltag sowie die Beachtung von Umweltaspekten bei der Büroartikelbeschaffung ist daher von großer Bedeutung.

Was tue ich für das Green Office?

  • Ich nutze so lange wie möglich das Tageslicht.
  • Verlasse ich länger als 15 Minuten mein Büro, schalte ich das Licht aus.
  • Ich drucke nur das aus, was wirklich notwendig ist.
  • Ich benutze weißes, 100% Recyclingpapier.
  • Toner wird von mir als Sondermüll entsorgt.
  • Benutze ich meinen Computer für eine längere Zeit nicht, so schalte ich ihn aus, denn Bildschirmschoner sind „Stromfresser“